Sockenhund Wauzi - ein selbstgenähtes Kuscheltier.

Selbstgemachtes verkaufen: So findest du die ideale Plattform

Das haben bestimmt viele von euch schon einmal erlebt: Eine selbst Kuschelkissengenähte Mütze, ein Kuschelkissen, einen Wauzi oder eine Hose für das eigene Kind lösen sowohl in der Familie als auch im Freundeskreis wahre Begeisterungsstürme aus.

Und plötzlich entsteht daraus ein fester Kundenstamm und die Herstellung der Eigenkreationen nimmt immer größere Ausmaße an.

Die logische Konsequenz ist natürlich, sich mit dem eigenen Hobby selbstständig zu machen. Doch welche Plattform eignet sich dafür am besten? Wir zeigen dir, wie du den perfekten Handelsplatz für deine handgefertigten Produkte findest.

Analog- oder Digitalverkauf

Es kommt auf die Persönlichkeit an

Zunächst geht es um die Frage, welcher Typ Mensch du bist. Denn der zeitintensive Onlineversand eignet sich unter Umständen nicht für DIY-Fans, die nur ab und zu etwas verkaufen wollen. Dagegen schätzen ruhigere Menschen die Anonymität des Internets, während Extrovertierte den persönlichen Kundenkontakt suchen. Grundsätzlich gibt es sowohl digitale als auch analoge Verkaufsplätze, die im Folgenden genauer beschrieben werden.

Das große Angebot der Onlinewelt

Im Internet ist das Angebot fast grenzenlos. Bei den meisten Nutzern (und damit potenziellen Kunden) stehen folgende Anbieter hoch im Kurs:

  • DaWanda
    Eine sichere Verkaufsadresse für Handgemachtes und Unikate. Das Angebot reicht von Deko-Artikeln über Schmuck bis hin zu Babykleidung. Die Betreiber geben Verkäufern mit Anleitungen zusätzliche Tipps an die Hand und wollen durch das Unterbinden von direkter Shop-Werbung große Hersteller fernhalten. Die Plattform verlangt eine Provision in Höhe von 9,5 Prozent des Verkaufspreises plus eine Einstellgebühr von 10 bis 30 Cent.
    Update – leider geht DaWanda Ende August 2018 offline und leitet alle Verkäufer zu Etsy um.
  • Etsy
    Quasi die Mutter aller Selbstgemacht-Plattformen. Ursprünglich aus den USA, wird die Community auch hierzulande immer beliebter. Im Gegensatz zu DaWanda liegt der Fokus auf individuellen Einrichtungs- und Deko-Utensilien, Kunsthandwerk sowie Design. Die Provision pro verkauftem Artikel beträgt 3,5 Prozent des Preises, die Einstellgebühr liegt pro Produkt bei 20 US-Cent.
  • eBay-Kleinanzeigen
    Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Neben der Möglichkeit, Ordnung in die eigenen vier Wände zu bringen, nutzen immer mehr Hobby-Bastler die Plattform, um ihre Produkte zu verkaufen. Unschlagbarer Vorteil: Das Einstellen deiner Produkte ist kostenlos. Zudem kannst du dein Angebot auf lokale Zielgruppen zuschneiden.
  • Pinterest und Instagram
    Zwar sind beide Netzwerke keine direkte Verkaufsplattform, dennoch können sie Publicity bringen. Likes für ein Foto und Pins für einen Beitrag können die Bekanntheit deines Shops steigern.
  • Eigener Shop
    Ihr habt ein größeres Sortiment und gute Bilder – dann erstellt euch einen eignen Shop. Für WordPress schaut euch das folgende Tutorial an: WordPress und Shopsysteme – welche Konstellation macht Sinn?  Mein Lieblingsshopsystem in von JTL.

Online-Tipp

Damit Handgemachtes in den Weiten des Internets schnell gefunden wird, bezieht ihr euch immer einheitlich auf den eigenen Herstellernamen. Verwendet nur eigene Bilder!  Arbeitet bei Produkttexten mit den Schlagworten, nach denen mögliche Kunden suchen würden.

Neulingen hilft außerdem der Plattform-Check in diesem DIY-E-Book weiter. Neben dem Internetmarktplatz gibt es auf der anderen Seite ganz klassische Methoden, um mit der eigenen Handwerkskunst Geld zu verdienen:

  • Marktstände
    Egal ob Floh-, Handwerker- oder Bastelmärkte – das gewünschte Zielpublikum ist dort auf jeden Fall vor Ort. Zudem bieten dir Märkte zwei große Vorteile:
    1. Interessenten können die Produkte direkt begutachten und deren Haptik testen.
    2. Der persönliche Kontakt. Anders als im Internet kann man unmittelbar auf Kundenfragen eingehen. Selbstgemachtes verkaufen geht seit Neustem sogar auf sogenannten Koffermärkten.
  • Messebesuche
    Wenn dir Märkte schon zu klein sind, kannst du dein Verkäuferglück auf speziellen Handarbeitsmessen versuchen. Der Kundenkontakt ist hier ebenfalls persönlicher als im Internet und Aussteller können sich mit Gleichgesinnten austauschen.

Am Ende musst du jedoch selbst herausfinden, welche Verkaufsmöglichkeit für dich die Richtige ist. Unsere Tipps stellen eine gute Entscheidungsgrundlage dar.

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